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Sichere Kommunikation während der FIFA WM 2006

T-Systems versorgt Hamburger Polizei und Feuerwehr mit dem Digitalfunk TETRA

Frankfurt am Main, 7. Dezember 2005

T-Systems stellt während der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft den abhörsicheren Digitalfunk TETRA (TErrestrial Trunked RAdio) in Hamburg bereit. Dafür richtet die Geschäftskundensparte der Deutschen Telekom vier Basisstationen ein. Den Auftrag hierzu erteilte die Behörde für Inneres der Hansestadt. Rund 150 Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr erhalten außerdem ein passendes Handgerät. Zusätzlich stattet T-Systems 20 Einsatzfahrzeuge mit mobilen Funk-Einheiten aus.
Polizei und Feuerwehr werden den Digitalfunk rund um das FIFA WM-Stadion, den Hauptbahnhof, das Polizeipräsidium in Alsterdorf sowie in St. Pauli nutzen. Parallel zu TETRA betreiben sie den Analogfunk mit ihren bisherigen Endgeräten weiter. Gespräche zwischen den beiden Funknetzen sowie dem Festnetz vermittelt die Lösung von T-Systems automatisch. So nehmen Polizei und Feuerwehr problemlos Kontakt untereinander oder mit Rettungsdiensten auf.
Axel Birkholz, Experte für "Innere und Äußere Sicherheit" bei T-Systems: "Die Hamburger Innenbehörde nutzt bereits jetzt den Digitalfunk, der künftig deutschlandweit zum Einsatz kommen wird. Auf diese Weise lernen die Mitarbeiter der Polizei und Feuerwehr schon heute die Vorteile kennen."
TETRA
TETRA steht für Terrestrial Trunked Radio und ist ein europaweiter digitaler Standard. Mit TETRA kommunizieren Nutzer unabhängig von öffentlichen Mobilfunknetzen. Gefragt ist die Technik überall dort, wo es auf eine abhörsichere und störungsfreie Kommunikation ankommt. Auch bei hoher Umgebungslautstärke unterhalten sich geschlossene Benutzergruppen in sehr guter Sprachqualität. Per Gruppenruf lassen sich Teams von mehreren 1.000 Personen von einer Leitstelle übergreifend koordinieren. Der Einsatzleiter erreicht alle Kräfte seiner Gruppe innerhalb einer halben Sekunde. Er kann Anrufe auch priorisieren und eine Rangfolge der Gespräche festlegen. Ein Notruf beispielsweise unterbricht laufende Gespräche und erreicht alle Nutzer gleichzeitig. Selbst in Tunneln bleibt die Verbindung bestehen. Fällt der Kontakt zur Funkstation aus, kommunizieren die TETRA-Anwender im so genannten Direktmodus miteinander. Ein weiterer Vorteil von TETRA: Es gibt keine Verbindungsgebühren innerhalb des TETRA-Netzes.
Sprache und Daten parallel übertragen
Außer Sprache überträgt TETRA auch Daten, beispielsweise in Form von Kurztexten oder Bildern. Somit lassen sich etwa bei Kontrollen Ausweisinformationen unmittelbar mit einer zentralen Datenbank abgleichen. Diese reichen von Personenangaben bis zu Täterbeschreibungen mit Foto und Standbildern aus den Überwachungskameras. Die Polizeibeamten sind damit in der Lage, sich mit ihrem Funkgerät in unterschiedliche polizeiliche Datenbanken einzuwählen und in kurzer Zeit Personendaten abzufragen.
Im August 2005 unterstützte T-Systems die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) bei der Durchführung der Europameisterschaft (EM) im Rettungsschwimmen – ebenfalls mit der TETRA-Systemtechnik.
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